Taipei 101 wurde zwischen 1999 und 2004 errichtet und war bei seiner Eröffnung mit 508 Metern das höchste Gebäude der Welt — ein Titel, den es bis zur Fertigstellung des Burj Khalifa 2010 in Dubai hielt. Das Design des Architekten C. Y. Lee greift die Form eines Bambushalms mit acht gestapelten Segmenten auf; die Zahl Acht gilt im chinesischen Kulturraum als besonders glücksbringend. Im Inneren des Turms hängt einer der größten Windschutzdämpfer der Welt, eine 660-Tonnen-Stahlkugel, die das Gebäude bei Taifunen und Erdbeben stabilisiert und von den Aussichtsplattformen aus sichtbar ist.
Jiufen war im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert eines der wichtigsten Goldabbau-Zentren Taiwans, insbesondere während der japanischen Kolonialzeit. Nach der Erschöpfung der Minen in den 1970er-Jahren verfiel der Ort zunächst in einen Dornröschenschlaf. Bekanntheit erlangte er neu durch den 1989 gedrehten Film „A City of Sadness" von Hou Hsiao-hsien und die weit verbreitete, wenn auch von den Machern nie offiziell bestätigte Assoziation mit dem Studio-Ghibli-Film „Chihiros Reise ins Zauberland" — seither zieht das von roten Papierlaternen gesäumte Bergdorf Besucher aus aller Welt an.
Das Bergland von Maokong südlich Taipeis wird seit dem 19. Jahrhundert für den Anbau von Oolong-Tee genutzt, insbesondere der Sorte Tieguanyin. Die 2007 eröffnete Seilbahn verbindet den MRT-Zoo mit den Teegärten und bietet dabei Panoramablicke über das Taipei-Becken; viele der traditionellen Teehäuser entlang der Route werden noch von den Nachfahren der ursprünglichen Teebauern-Familien betrieben.