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Kapitel 2 · Seoraksan
Ulsanbawi-Felsformation, Seoraksan-Nationalpark
Foto: Ulsanbawi, Seoraksan-Nationalpark — kallerna, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Hintergrund & Geschichte

Seoraksan-Nationalpark

Das „schneebedeckte, felsige Gebirge"

Seoraksan bedeutet wörtlich „schneebedeckter Felsberg" und ist seit 1970 als Nationalpark geschützt — mit knapp 400 km² Fläche einer der größten Südkoreas. Der Park liegt an der Ostküste der koreanischen Halbinsel und wurde von der südkoreanischen Regierung bei der UNESCO als vorläufige Welterbestätte vorgeschlagen. Die zerklüfteten Granit- und Gneisformationen mit über 1.200 m hohen Gipfeln — der höchste, Daecheongbong, misst 1.708 m — entstanden durch geologische Verwerfungen und jahrmillionenlange Erosion.

Ulsanbawi — der „Fels von Ulsan"

Ulsanbawi ist eine markante, sechsgipfelige Felsformation auf 874 m Höhe, benannt nach der weit entfernten Stadt Ulsan. Der Legende nach wollte der Fels ursprünglich Teil des berühmten Berges Geumgangsan werden, kam aber zu spät und blieb stattdessen im Seoraksan-Gebirge stehen — eine der bekanntesten Sagen der Region. Unterhalb des Felsens liegt der Sinheungsa-Tempel, ein Haupttempel des Jogye-Ordens des koreanischen Buddhismus, dessen Ursprünge auf das Jahr 652 zurückgehen sollen. Nach mehrfacher Zerstörung durch Brände wurde er unter neuem Namen wiederaufgebaut und zählt heute zu den bedeutendsten Tempelanlagen der Ostküste.

Sokcho — Tor zum Nationalpark

Die Hafenstadt Sokcho entwickelte sich durch ihre Lage an der Ostküste zu einem der wichtigsten Fischereihäfen Koreas und ist heute vor allem Ausgangspunkt für Besucher des Seoraksan. Der Tourist & Fishery Market direkt am Hafen spiegelt diese Tradition wider: Händler verkaufen tagesfrischen Fang, der in unmittelbar angrenzenden Garküchen zubereitet wird — eine der ursprünglichsten kulinarischen Erfahrungen der Ostküste.

Seoraksan — DetailsReiseführer Südkorea & Taiwan