Der künstlich angelegte Lotus Pond (Lianchi Tan) im Stadtteil Zuoying wurde 1951 geschaffen und ist heute von zahlreichen Tempelanlagen gesäumt. Die 1976 erbauten Drachen- und Tiger-Pagoden sind sieben Stockwerke hoch und über eine Zickzack-Brücke miteinander verbunden — die geschwungene Bauweise geht auf den traditionellen Glauben zurück, dass böse Geister sich nur in geraden Linien bewegen können. Der Tradition nach betritt man die Anlage durch das Maul des Drachen und verlässt sie durch das Maul des Tigers, was Glück bringen und Unglück abwenden soll; der umgekehrte Weg gilt hingegen als Unglücksbringer.
Fo Guang Shan wurde 1967 vom Mönch Hsing Yun gegründet und zählt heute zu den einflussreichsten buddhistischen Organisationen im chinesischsprachigen Raum, mit Ablegern rund um den Globus. Das 2011 eröffnete Buddha Memorial Center beherbergt eine Reliquie, die als Zahn Buddhas verehrt wird, und ist von einer monumentalen, 108 Meter hohen Sitzstatue Buddhas überragt — die Zahl 108 hat im Buddhismus symbolische Bedeutung und steht unter anderem für die Überwindung der 108 weltlichen Sorgen.
Die Kuppel „Dome of Light" in der U-Bahn-Station Formosa Boulevard wurde vom italienischen Glaskünstler Narcissus Quagliata gestaltet und 2008 fertiggestellt. Mit rund 4.500 Glasplatten und einer Fläche von 660 m² gilt sie als eines der größten permanent installierten Glaskunstwerke der Welt; ihre Bildsprache erzählt in vier Abschnitten vom Werden, Wachsen, Zerstören und Wiedererschaffen des Lebens.
Die vorgelagerte Insel Cijin war jahrhundertelang ein einfaches Fischerdorf und gilt zugleich als einer der Ursprungsorte der Stadt Kaohsiung selbst. Ein 1875 unter Qing-Verwaltung errichteter Leuchtturm markiert bis heute die Hafeneinfahrt. Mit dem Ausbau der Fährverbindung ins Stadtzentrum entwickelte sich Cijin zum beliebten Naherholungsziel mit Strandpromenade und einer langen Reihe an Fischrestaurants entlang der Alten Straße.