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Kapitel 4 · Busan
Haedong Yonggungsa, Klippentempel bei Busan
Foto: Haedong Yonggungsa, Busan — Sgroey, Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
Hintergrund & Geschichte

Busan

Haedong Yonggungsa — der Tempel am Meer

Die meisten buddhistischen Tempel Koreas liegen zurückgezogen in den Bergen — Haedong Yonggungsa ist eine der wenigen Ausnahmen. Der Tempel wurde der Überlieferung nach bereits 1376 gegründet, wobei diese frühe Datierung historisch umstritten ist; die heutige Anlage stammt größtenteils aus dem 20. Jahrhundert. Er ist der „Gwaneum der Meere" geweiht, einer Erscheinungsform der Bodhisattva des Mitgefühls, die traditionell als Schutzpatronin der Seefahrer gilt. Besonders zu Buddhas Geburtstag verwandelt sich die Anlage in ein Meer aus bunten Papierlaternen.

Igidae Coastal Trail

Der Küstenwanderweg Igidae führt auf Holzstegen entlang schroffer Klippen im Süden Busans und bietet einen der spektakulärsten Blicke auf die moderne Skyline der Stadt — ein reizvoller Kontrast zwischen unberührter Natur und einer der am dichtesten besiedelten Küstenregionen Ostasiens.

Jagalchi Market

Der Jagalchi-Fischmarkt entstand nach dem Koreakrieg, als Flüchtlinge aus dem Norden sich in Busan ansiedelten und am Hafen mit dem Fischhandel begannen. Heute ist er Koreas größter Fischmarkt: Im Erdgeschoss wird frischer Fang direkt aus den Becken verkauft, in den oberen Stockwerken lassen ihn zahlreiche kleine Garküchen sofort zubereiten — ein Konzept, das bis heute den Charakter des Marktes prägt.

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